Der Hund
Die Ausbildung
Damit der Hund zu einer RH-Prüfung antreten darf muss er das Mindestalter von 14 Monaten bei einer Eignung und 18 Monate bei einer Einsatzprüfung der Sparte A erreicht haben. Im Grunde kann man aber sagen ein Rettungshund lernt nie aus.
Unsere Hunde werden ausschließlich über positive Motivation ausbildet, das heißt, ihr Spiel- oder Futtertrieb wird genutzt, um ihnen das Anzeigen von vermissten Personen beizubringen. Zusätzlich zum Suchen lernen die Hunde auch Hindernisse wie Leitern und Wassergräben, die sie bei der Suche behindern könnten, geschickt zu bewältigen. Ein weiterer wichtiger Faktor in unserer Hundeausbildung ist der Gehorsam, denn die Hunde müssen auch unter Ablenkung (Wild, andere Hunde, viele fremde Menschen etc.) dem Hundeführer gehorchen.
Außerdem lernen die Hunde Stresssituationen gut zu bewältigen. Geübt wird nicht nur das Begehen von unbekannten Material und das Überwinden von Hindernissen, sondern auch das Fliegen im Hubschrauber und das Fahren in Motorbooten, da all dies notwendig sein kann um an den Einsatzort zu gelangen. Darüber hinaus werden die Hunde an unterschiedlichste Geräusche gewöhnt, denn auch bei Schüssen oder der Arbeit mit schwerem Gerät (z.B. Presslufthammer etc.) darf der Hund nicht ängstlich reagieren oder sich von seiner Aufgabe ablenken lassen.


Die Eignung
Das heißt er sollte in seinem Wesen gefässtigt sein. Darunter versteht man die Charaktereigenschaften eines jeden einzelnen Hundes. so wie bei den Menschen nicht alle gleich sind ist es auch bei unseren vierbeinigen Kameraden. Ein Rettungshund - Suchhund sollte verträglich, gehorsam, ausgeglichen und nicht schreckhaft sein. Natürlich ist die Nase auch nicht zu vergessen.
Ein verträglicher Charakter ist deshalb sehr wichtig, da es im Einsatz öfter vorkommt kann, dass mehrere Hunde gemeinsam suchen. Dabei muss der Hund sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren und darf nicht zu Spielen oder Raufen beginnen.
Auch Menschen gegenüber muss der Hund entsprechend sozialisiert sein. Wenn er die vermisste - eventuell auch verletzte - Person findet, darf er keinesfalls aufdringlich werden, sondern die Person ruhig und anhaltend verbellen.
Dass ein Hund bei der ÖRHB nicht schreckhaft sein darf, versteht sich von selbst. Es kann immer wieder einmal vorkommen das im Wald ein Schuss fällt oder das bei der Trümmerarbeit neben dem suchenden Hund mit schweren Geräten wie z.B.: Presslufthammer gearbeietet wird. Gerade in solchen Situationen darf sich der Hund nicht ablenken lassen. Dornen, dichtes Gestrüpp, Felsen oder ähnliches dürfen für den Hund ebenfalls kein Problem darstellen.
Ebenso leisten wir Öffentlichkeitsarbeiten und werden immer wieder zu Vorführungen gebeten - hier steht natürlich die Vorbildfunktion im Vordergrund - daher legen wir besonderen Wert auf die Unterordnung und den Gehorsam.
Je besser der Hund sich von seinem Wesen her eignet, desto einfacher wird die Ausbildung. Natürlich ist es auch möglich einen Hund auszubilden, welcher nicht alle Anforderungen erfüllt, es erfordert jedoch mehr Geduld und Aufwand.
Und eines sollten Sie nie vergessen IHR HUND IST KEINE MASCHINE.


